Dialogprozesse planen

Die Systematisierung von Dialog als Führungsaufgabe

Kursnummer: COM-108

Synopsis

Dialog und Beteiligung liegen im Trend. Kommunikation ohne Einbindung von Stakeholdern funktioniert nicht mehr: Bürgerbeteiligung bei Infrastrukturprojekten oder im Wohnungsbau, Stakeholderdialoge bei CSR-Berichten, interne Change-Kommunikation, Verbraucher-Beiräte – es gibt immer mehr davon.
Dialog ist eine Frage der Haltung. Dialogbefähigung eine Führungsaufgabe, vergleichbar mit der eines Landschaftsgärtners: Führungskräfte sind umgeben von vielen verschiedenen Pflanzen, jede will unterschiedliche „Betreuung“, anderen Dünger. Die einen blühen im Herbst, andere im Frühjahr. Einige mögen Schatten, andere Sonne. Also, wie plant man Komplexität, managet Erwartungsvielfalt, in einer Umgebung, die sich ständig verändert?

Das Training vermittelt Grundlagen, wie man Dialogprozesse an den Schnittstellen zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft plant. Entlang eines praxiserprobten, theoretischen Dialogmodells werden Eckpunkte wie Haltung, Zweck, Erwartungsmanagement, Ergebnisdefinition oder über Stakeholder diskutiert.

Damit ein Garten zu einem Ort wird, an dem sich alle gerne aufhalten und der zu jeder Jahreszeit schön aussieht, sollte er gut konzipiert, mit Herzblut gestaltet und stetig gepflegt werden. 

Was Sie lernen

  • Handwerkswissen, um Dialog systematisierbar zu machen
  • Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren für Dialog und Beteiligung ?
  • Konzeptionelle Grundlagen zur Planung eigener Dialog- und Beteiligungsvorhaben?
  • Reflexion der Perspektiven und unterschiedlichen „Entscheidungslogiken“ von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik

Wie Sie lernen

  • Theoretischer Input?
  • Case Study in Gruppenarbeit
  • Rollenspiele?
  • Kollegiale Beratung 

Für wen

  • Führungskräfte v.a. aus Wirtschaft und Politik, die sich mit internen oder externen Dialogvorhaben befassen.
  • Führungskräfte, die viele Stakeholder „unter einen Hut“ bringen müssen.
  • Verantwortliche, die Bürgerbeteiligung? konzipieren und organisieren sollen.

Dozenten

Cornelia Arras-Hoch

Cornelia Arras-Hoch
Inhaberin und Gründerin, Dialogwert. Kommunikations- und Strategieberatung Berlin

Was mich antreibt: Beim Dialog geht man das Risiko ein, klüger zu werden. So gelingt gesellschaftliche Veränderung.

Was ich mit diesem Kurs bewegen will: Mich dafür einsetzen, dass immer mehr Führungskräfte ihre Stakeholderdialoge gut aufsetzen und damit echte Ergebnisse erzielen.

Welche Erfahrungen ich mitbringe: Ich bin selbständige Kommunikationsberaterin für Stakeholderdialoge, Beteiligung und Gesellschaftskommunikation und arbeite als Dialog-Designerin, Konzeptionerin und Moderatorin. Meine Kunden sind intersektoral: z.B. ein Stromnetzbetreiber, ein Sportverband, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Ministerien, kleine KMUs, NGOs oder ein Sternekoch. Davor beriet ich viele Jahre lang als Seniorberaterin bei der Berliner PR- Agentur Johanssen + Kretschmer GmbH (J+K) u.a. einen Konzern der Lebensmittelbranche und eine Volkspartei in Sachen CSR-Stakeholderdialoge, Fachtagungen, Think Tank-Projekte und BürgerDialoge. Davor war ich Beraterin bei IFOK und wirkte an den „Europäischen Bürgerkonferenzen“ mit. Ich bin Politologin und habe zudem 10 Jahre Erfahrung als Kommunikationsverantwortliche und Projektleiterin bei Stiftungen.

Zeit und Ort

Zeit: 10.05.2019, 10:00-17:00 Uhr
11.05.2019, 09:00-12:00 Uhr
Ort: ProjektZentrum Berlin der Stiftung Mercator
1. OG
Neue Promenade 6
10178  Berlin
Kursnummer: COM-108
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